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Venusfliegenfalle – Infos, Kaufberatung und Tipps zur Pflege

Steckbrief

Größe Bis zu 10 cm
Wissenschaftlicher Name Dionaea muscipula
Familie Sonnentaugewächse
Maximales Alter 40 Jahre
Standort Sommer Sonnig, Warm und feucht
Standort Winter Kühl (5-10 Grad)
Pflanzenart Karnivore
Blütenfarbe Weiß
Ursprung Pocsosin Moore (südlich der USA)

Die Venusfliegenfalle ist die wohl bekannteste und beliebteste fleischfressende Pflanze. Kein Wunder. Es ist sehr faszinierend und etwas gruselig zugleich, der Pflanze dabei zuzuschauen, wie sie kleine Insekten einfängt und nicht mehr loslässt.

In der freien Natur kommt die Venusfliegenfalle heute nur noch selten vor. Ursprünglich stammt sie aus Mooren in südlichen Gebieten der USA, wo sie vor allem in dem Bereich der Stadt Wilmington heimisch ist. Der lateinische Name der fleischfressenden Pflanze lautet „Dionaea muscipula“, was übersetzt soviel wie „Diones Mausefalle“ bedeutet. Dione wird in der römischen Mythologie auch als die Liebesgöttin Venus bezeichnet und „muscipula“ bedeutet übersetzt „Mausfalle“.

Die Venusfliegenfalle fängt Insekten, um sich mit Stickstoff zu versorgen, der in den natürlichen Verbreitungsgebieten nur wenig in der Erde vorkommt. Damit das Blatt zuschnappt, muss es innerhalb von 30 Sekunden zweimal berührt werden. Um einen unnötigen Verbrauch von Energie zu vermeiden, sorgen außerdem spezielle Rezeptoren für Eiweiß dafür, dass die Venusfliegenfalle erkennt, ob es sich tatsächlich um eine passende Beute handelt.

Auf dieser Seite findest du alle wichtigen Informationen zur Venusfliegenfalle. Du erhältst wichtige Tipps zur Pflege, zum Kauf und zur richtigen Fütterung dieser fleischfressenden Pflanze. Außerdem erfährst du, wie man die Venusfliegenfalle umtopfen und wie du sie vermehren kannst.

Was sollte ich bei der Pflege einer Venusfliegenfalle beachten?

Für die richtige Pflege einer Venusfliegenfalle sollten vor allem folgende Punkte beachtet werden:

  1. Lichtverhältnisse und Temperatur: Die Pflanze benötigt viel Licht. Daher sollte sie an ein Südfenster gestellt oder im Sommer draußen gehalten werden. In den warmen Gebieten in Deutschland kann sie auch das ganze Jahr über draußen in einem Moorbeet wachsen. Tagsüber sollte die Temperatur im Sommer bei maximal 32 Grad liegen und in den Nächten bei minimal 12 Grad Celsius. Im Winter sollte die Venusfliegenfalle deutlich kühler gehalten werden. Die optimale Temperatur liegt hier bei etwa fünf bis 10 Grad, was den winterlichen Temperaturen der ursprünglichen Heimat im Süden der USA entspricht. Weiterhin ist es im Winter wichtig, dass es keine größeren Temperaturschwankungen gibt und Zugluft sollte vermieden werden.
  2. Luftfeuchtigkeit: Vor allem junge Pflanzen sollten auf keinen Fall trockener Heizungsluft ausgesetzt werden. Während der Wachstumszeit der Venusfliegenfalle sollte es eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit in der Umgebung geben. Hier kann gegebenenfalls mit einem Terrarium und speziellen Luftbefeuchtern nachgeholfen werden. Im Winter ist eine etwas niedrigere Luftfeuchtigkeit sinnvoll, da sich ansonsten schnell Schimmel bilden kann.
  3. Bewässerung: Da die Venusfliegenfalle ursprünglich aus Gebieten mit einem nährstoffarmen Boden kommt, sollte zum Gießen möglichst kalkarmes Regenwasser oder destilliertes Wasser verwendet werden. Normales Leitungswasser enthält in vielen Regionen Deutschland viel Kalk und ist daher in der Regel nicht geeignet. Beim Gießen im Sommer verwendet man soviel Wasser, dass es im Untersetzer immer etwa auf einer Höhe von einem Zentimeter steht. So bleibt die Erde wie im Moor immer feucht und die fleischfessende Pflanze kann es immer aufnehmen, wenn sie es benötigt. Im Winter benötigt die Venusfliegenfalle deutlich weniger Wasser. In dieser Zeit ist es ausreichend, sie alle zwei bis drei Wochen zu gießen.
  4. Düngung: Die Pflanze fühlt sich in nährstoffarmen Böden wohl und benötigt keine zusätzlich Düngung. Diese würde der Venusfliegenfalle sogar schaden.

Venusfliegenfalle füttern – wichtige Hinweise und Tipps

Allgemein lässt sich sagen, dass eine Fütterung normalerweise nicht notwendig ist und die Venusfliegenfalle auch so genügend Nährstoffe bekommt. Eine zu häufige Fütterung kann der Pflanze sogar schaden und im schlimmsten Fall zum Absterben führen.

Wenn du die Venusfliegenfalle füttern möchtest, solltest du vor allem darauf achten, dass das Tier nicht zu groß oder zu klein ist. Bei kleinen Insekten schnappt die Falle in der Regel garnicht erst zu und größere Insekten können den Blättern wieder entkommen. Wenn die fleischfressende Pflanze trotzdem ein großes Tier einfängt, besteht außerdem die Gefahr, dass es nicht komplett verdaut wird und so zur Bildung von Schimmel führen kann.

Darüber hinaus solltest du die nachfolgenden Dinge bedenken:

  1. Keine toten Tiere: Wenn du die fleischfressende Pflanze mit toten Tieren fütterst, führt dies dazu, dass die Falle zwar zuschnappt, die Beute allerdings nicht verdaut wird. Die Venusfliegenfalle kann ein Insekt nur verdauen, wenn es sich bewegt. Ansonsten öffnet sie das Blatt nach kurzer Zeit wieder und „spuckt die Beute aus“.
  2. Die Pflanze nicht mit dem Finger zum Schließen bringen: Wenn die Venusfliegenfalle häufig dazu gebracht wird die Blätter zu schließen, muss sie hierfür eine große Menge an Energie aufwenden. Nach einer Anzahl von etwa acht Schließungen stirbt das Blatt ab. Daher ist es sinnvoll, die fleischfressende Pflanze nicht zu häufig zu berühren. Für einen Test ist es aber natürlich kein Problem, einmal den Finger in die Falle zu stecken.
  3. Keine fliegenden Tiere oder Insekten mit langen Beinen: Bei Tieren mit langen Beinen oder Fühlern gucken oft Teile aus der Pflanze heraus. Hierdurch kann ätzende Säure austreten, welche der Venusfliegenfalle schadet. Darüber hinaus können fliegende Insekten besonders leicht entkommen, bevor die Falle zugeschnappt hat.

Ein gute Übersicht der wichtigsten Punkte, um eine Venusfliegenfalle zu füttern, findest du hier bei Helpster.de.

Ein meiner Meinung nach sehr gut gemachtes Video zu dem Thema gibt es hier:

Venusfliegenfalle kaufen – was sollte ich beachten?

Man kann eine Venusfliegenfalle in vielen Gärtnereien oder Baumärkten erwerben. Außerdem gibt es zahlreiche online Händler für fleischfressende Pflanzen. Wenn du eine Venusfliegenfalle online kaufen möchtest, können vor allem die Rezensionen von vorherigen Käufern nützlich sein.

Aktuelle Angebote und Bewertungen zu unterschiedlichen Venusfliegenfallen findest du unter diesem Link bei Amazon.de.

Vor dem Kauf einer Venusfliegenfalle solltest du dich etwas mit der Pflanze auseinandersetzen, damit sie nicht direkt wieder nach ein paar Monaten stirbt. Beispielsweise sollte man die fleischfressende Pflanze nicht zu häufig füttern und sie mit dem Finger zum Zuschnappen bringen. Dies führt dazu, dass die Venusfliegenfalle viel Energie verbraucht und nach etwa acht Aktivierungen des Schließmechanismuses stirbt das Blatt ab.

Bildet die Venusfliegenfalle Blüten?

Im Frühling bildet die Pflanze Stängel mit einer Länge von bis zu 30 Zentimetern aus. An der Spitze dieser Stiele erblüht nach einiger Zeit eine weiße Blüte mit fünf Kelchblättern, die einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern erreichen kann. Die Länge des Stängels wird damit erklärt, dass die fleischfressende Pflanze verhindern möchte, dass die Bestäuber der Blüten versehentlich gefangen und gefressen werden.

Wie kann ich die Pflanze vermehren? Wie komme ich an die Samen?

Wenn die Blüten ausreichend bestäubt wurden, bilden sich nach einiger Zeit kleinere Kapseln. Dort entstehen die Samen der Venusfliegenfalle. Wenn sich diese vollständig entwickelt haben, können sie aus der Blüte herausgelöst werden. Hierfür kannst du die Blüte leicht schütteln, sodass die Samen in einen passenden Behälter fallen. Die Samen der Venusfliegenfalle sollten an einem dunklen und kaltem Ort aufbewahrt werden, damit sie im nächsten Frühling gesät werden können.

Wer nicht so lange auf seine Samen für die Venusfliegenfalle warten möchte, kann die Samen direkt günstig online bestellen.

Wann ist es sinnvoll, die Blüte abzuschneiden?

Häufig wird in Foren die Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, die Blüte der Venusfliegenfalle wieder abzuschneiden. Da die Blüte viel Energie benötigt, sorgt sie dafür, dass die Pflanze langsamer wächst und geschwächt wird. Wer also auf eine schöne Blüte und Samen verzichten kann und möchte, dass die fleischfressende Pflanze schnell wächst, für den kann es sich lohnen, die Blüte wieder zu entfernen.

Venusfliegenfalle umtopfen – was sollte ich beachten?

Wenn die fleischfressende Pflanze zu groß geworden ist, muss sie umgetopft werden. Dies erkennt man daran, dass die Wurzeln aus dem Blumentopf herausschauen und die Blätter weit über den Rand des Topfes gewachsen sind. In der Regel muss die Venusfliegenfalle einmal pro Jahr umgetopft werden. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen der fleischfressenden Pflanze ist zum Ende des Winters, bevor sie das Winterquartier verlässt. Um die Pflanze umzutopfen solltest du einen etwas größeren Topf verwenden, der mit nährstoffarmer Erde befüllt wird. Am besten nimmst du Erde, die speziell für fleischfressende Pflanzen abgefüllt und verkauft wird. Die Venusfliegenfalle sollte sanft aus dem alten Topf herausgezogen und die Erde im neuen Topf möglichst locker gehalten werden. Nach dem Umtopfen ist es sinnvoll die Pflanze an einen warmen und sonnigen Ort zu stellen, sodass sie aus der Winterruhe erwacht und neue Wurzeln und Blätter bilden kann.

Die wichtigsten Tipps zum umtopfen der fleischfressenden Pflanze im Überblick:

  • Der beste Zeitpunkt zum umtopfen liegt Ende Februar oder Anfang März
  • Die Pflanze sollte jedes Jahr einmal umgetopft werden
  • Der neue Topf sollte nur etwas größer, wie der Alte sein
  • Die Venusfliegenfalle benötigt nährstoffarme Erde
  • Nach dem Umtopfen muss die Pflanze an einen sonnigen Ort gestellt werden

Venusfliegenfalle vermehren – die besten Tipps

Um die Venusfliegenfalle selbst Zuhause zu vermehren, benötigst du entweder Ableger oder Samen. Die Samen bilden sich in der Blüte und können über den Winter im Kühlschrank gelagert werden. Im Frühling ist es dann Zeit, die Samen der Venusfliegenfalle auszusähen. Hierfür benötigst du allerdings sehr viel Geduld und manchmal keimen die Samen nicht wie gewollt.

Ein weiterer Methode zum Vermehren einer Venusfliegenfalle ist das Setzen von Stecklingen. Diese können beim Umtopfen abgetrennt werden und in einen neuen Topf gepflanzt werden.

Was soll ich tun, wenn meine fleischfressende Pflanze schwarz wird?

Wenn die Blätter der Venusfliegenfalle schwarz werden, muss dies nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Es ist vollkommen normal, dass die Fangblätter absterben, nachdem sie sich öfter als sieben bis acht Mal geschlossen haben. Weiterhin wird die fleischfressende Pflanze häufig schwarz, wenn sie in die Winterruhe geht.

Wenn die Pflanze allerdings aufhört, richtig zu wachsen und ein Großteil der Blätter abstirbt, kann dies auf eine falsche Pflege hindeuten. Folgende Ursachen können eine schwarze Verfärbung der Blätter auslösen:

  • Niedrige Luftfeuchtigkeit
  • Häufige Temperaturschwankungen
  • Eine falsche Fütterung
  • Wassermangel
  • Verwendung falscher Erde
  • Gießen mit normalem Wasser

Welche Erde benötigt eine Venusfliegenfalle?

Bei der Venusfliegenfalle ist es wichtig zu beachten, dass niemals normale Blumenerde eingesetzt wird. Diese Erde hat viel zu viele Nährstoffe und entspricht nicht dem Substrat in den natürlichen Lebensräumen.

Nährstoffarme Erde für eine Venusfliefenfalle kannst du dir entweder direkt bei einigen (Online)-Händlern kaufen oder man kann sie sich selbst zusammen mischen. Für das Mischen benötigt man folgende Bestandteile:

  • Torf
  • Quarzsand
  • Kies

Die Erde sollte zu etwa 70 Prozent aus Torf bestehen und nicht zu fest werden. Damit die Karnivorenerde locker bleibt, können zusätzlich Styroporkugeln eingsetzt werden.

Wie verdaut die Pflanze gefangene Tiere?

Wenn die Venusfliegenfalle ihre Beute in den Blättern eingefangen hat, beginnt nach kurzer Zeit der Verdauungsprozess. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn die fleischfressende Pflanze die Beute auch verwerten kann. Die Verwertbarkeit überprüft sie mit speziellen Eiweißsensoren, die sich in den Innenseiten der Blätter befinden. Außerdem wird das gefangene Tier nur verdaut, wenn es sich noch bewegt. Wer die fleischfressende Pflanze mit toten Fliegen oder anderen Insekten füttern, tut dieser somit keinen Gefallen, da diese nach kurzer Zeit wieder „ausgespuckt“ werden und zu einem unnötigen Energieverbrauch führen.

Wenn du die Pflanze selber fütterst, solltest du außerdem darauf achten, dass die Tiere nicht zu groß sind. Wenn beispielsweise noch Körperteile wie Beine oder Arme aus der Falle herausschauen, sorgt dies dafür, dass möglicherweise Säure austritt und das Blatt somit abstirbt.

Die Verdauung der Venusfliegenfalle kann bis zu zehn Tage dauern. Danach bleiben nur die unverwertbaren Reste über, wie zum Beispiel die Chitinpanzer von Insekten.

Weitere häufige Fragen zur Pflanze

Hier findest du häufig gestellte Fragen von Besuchern dieser Seite. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du diese gerne in die Kommentare posten.

Kann man eine Venusfliegenfalle gut in einem Terrarium zu halten? Welche Produkte sind empfehlenswert?

Da Venusfliegenfallen am besten wachsen, wenn sie konstant in einer Umgebung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und wenig Temperaturschwankungen sind, ist das Halten der Pflanzen in einem Terrarium sinnvoll. Dort können zusätzlich spezielle Luftbefeuchter eingesetzt werden, die konstant die Feuchtigkeit hoch halten. Damit eine Schimmelbildung im Terrarium verhindert werden kann, sollte es regelmäßig durchlüftet werden.

Wenn du fleischfressende Pflanzen in einem Terrarium hältst, solltest du beachten, dass diese eine Winterruhe benötigen. In dieser Zeit benötigt die Venusfliegenfalle eine deutlich niedrigere Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

 Wie groß werden Venusfliegenfallen? Welche fleischfressende Pflanze ist die Größte der Welt?

Die meisten Quellen gehen davon aus, dass die Venusfliegenfalle bis zu 10 Zentimeter groß wird. Wenn die Pflanze nach frühestens vier Jahren ein Blüte bildet, kann diese insgesamt etwa 30 Zentimeter groß werden.

Diese Größen werden allerdings bei der Haltung als Zimmerpflanzen in Deutschland aufgrund der klimatischen Verhältnisse nur sehr selten erreicht. Außerdem benötigt man sehr viel Wissen über die Pflege der Venusfliegenfalle.

Welche Venusfliegenfalle die größte der Welt ist, ist uns leider nicht bekannt.

Gibt es unterschiedliche Arten der Venusfliegenfalle?

Nach unseren Recherchen besteht die Venusfliegenfalle lediglich aus einer Art der Dionea muscipula.

Wo finde ich gute Filme über fleischfressende Pflanzen?

Gute Filme über fleischfressende Pflanzen gibt es zahlreiche im Netz. Vor allem bei Youtube wurden bisher teilweise sehr gute Dokumentationen über fleischfressende Pflanzen hochgeladen. Aber auch viele Sender haben Dokumentanionen über fleischfressende Pflanzen gedreht. Ein Beispiel findest du zum Beispiel hier bei Galileo.